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Diamant ist ein Mineral, das aus reinem Kohlenstoff besteht und die härteste bekannte natürliche Substanz ist. Er kristallisiert im kubischen System und ist bekannt für seinen außergewöhnlichen Glanz (Adamantin-Glanz) und seine hohe Dispersion (Feuer). Diamanten sind chemisch inert und extrem widerstandsfähig gegen Abrieb. Sie können farblos, gelb, braun, grün, blau, rosa, rot oder schwarz sein, wobei farblose Diamanten am begehrtesten sind. Die Farbe wird durch Spurenelemente oder strukturelle Defekte verursacht.
Wie man bestimmt
- Farbe
- Farblos, gelb, braun, grau, selten blau, grün, rosa, rot, schwarz. Die Farbe ist oft auf Verunreinigungen (z.B. Stickstoff für Gelb) oder Gitterdefekte zurückzuführen.
- Glanz
- Adamantin (diamantartig), sehr hell und glänzend.
- Textur
- Glatt auf Bruchflächen, aber oft mit Wachstumsmarkierungen oder Ätzfiguren auf Kristallflächen.
- Kristallform
- Oft Oktaeder, Dodekaeder, Würfel oder Kombinationen davon. Auch in unregelmäßigen Formen (Bort, Carbonado) oder als mikrokristalline Aggregate.
- Spaltbarkeit
- Perfekte oktaedrische Spaltbarkeit in vier Richtungen {111}. Dies bedeutet, dass Diamanten entlang dieser Ebenen gespalten werden können, was bei der Bearbeitung genutzt wird.
- Geologisches Umfeld
- Primär in Kimberlit- und Lamproit-Pipes (vulkanische Schlotgesteine), die aus dem Erdmantel stammen. Sekundär in alluvialen Lagerstätten (Fluss- und Strandablagerungen), wo sie durch Erosion aus den primären Lagerstätten freigesetzt und transportiert wurden.
Wichtige Fakten
- Härte: 10 auf der Mohs-Skala (härtestes bekanntes Mineral)
- Dichte (spezifisches Gewicht): 3,50 - 3,53 g/cm³
- Kristallsystem: Kubisch (isometrisch)
- Farbe: Farblos, gelb, braun, grau, selten blau, grün, rosa, rot, schwarz
- Glanz: Adamantin
- Transparenz: Transparent bis opak
- Bruch: Muschelig bis uneben
- Spaltbarkeit: Perfekte oktaedrische Spaltbarkeit {111}
- Zusammensetzung: Reiner Kohlenstoff (C)
Schnellcheck
- Farbe: Variabel, oft farblos bis gelblich/bräunlich
- Glanz: Adamantin (diamantartig)
- Strichfarbe: Farblos (Diamant ist härter als die Strichtafel)
Physikalische Eigenschaften
- Kristallhabitus: Oktaedrisch, Dodekaedrisch, Würfel, oft mit abgerundeten Kanten oder Wachstumsmarkierungen; auch massiv oder körnig (Bort, Carbonado)
- Spaltbarkeitstyp: Perfekt in vier Richtungen {111}
- Bruchart: Muschelig bis uneben
- Tenazität: Spröde (trotz extremer Härte kann Diamant bei Schlag entlang der Spaltflächen brechen)
- Glanzart: Adamantin (diamantartig)
Entstehung
Diamanten bilden sich unter extrem hohem Druck (4,5 bis 6 GPa) und hohen Temperaturen (900 bis 1300 °C) in Tiefen von 140 bis 190 km im Erdmantel. Sie werden durch explosive vulkanische Eruptionen, die Kimberlit- oder Lamproit-Magma an die Oberfläche transportieren, in die Erdkruste gebracht. Die Bildung erfordert eine kohlenstoffreiche Umgebung und eine lange Verweildauer unter diesen Bedingungen.
Verwendung
Diamanten werden hauptsächlich als Schmucksteine (ca. 20%) und in der Industrie (ca. 80%) verwendet. Industrielle Anwendungen umfassen Schneid-, Schleif- und Bohrmaterialien (z.B. in Bohrköpfen, Sägeblättern, Schleifmitteln), als Wärmeleiter in der Elektronik und in optischen Geräten aufgrund ihrer extremen Härte, hohen Wärmeleitfähigkeit und optischen Eigenschaften.
Altersverteilung
Diamanten sind in der Regel sehr alt, oft Milliarden von Jahren (2,5 bis 3,3 Milliarden Jahre für die meisten Diamanten aus Kimberliten).
Wo zu finden
Südafrika
Historisch eine der wichtigsten Quellen, insbesondere die Kimberley-Mine (Big Hole) und die Cullinan-Mine.
Botswana
Führender Produzent nach Wert, mit großen Minen wie Orapa, Jwaneng und Damtshaa.
Russland
Führender Produzent nach Volumen, insbesondere in Sibirien (z.B. Mir-Mine, Udachny-Mine).
Kanada
Wichtige Minen wie Diavik, Ekati und Gahcho Kué in den Nordwest-Territorien.
Australien
Bekannt für die Argyle-Mine, die bis zu ihrer Schließung 2020 der weltweit größte Produzent von rosa Diamanten war.
Angola
Bedeutende Diamantenvorkommen, sowohl primär als auch alluvial.
Brasilien
Historisch wichtig, heute noch kleinere Vorkommen, hauptsächlich alluvial.
Suchtipps
Primäre Lagerstätten
Suchen Sie in Gebieten mit bekannten Kimberlit- oder Lamproit-Pipes. Diese sind oft schwer zugänglich und erfordern geologische Expertise und Ausrüstung.
Alluviale Lagerstätten
In Flussbetten, alten Flussterassen und Küstenlinien, die von Diamant-führenden Kimberliten entwässert werden. Hier können Diamanten durch Schürfen oder Sieben gefunden werden.
Begleitminerale
Achten Sie auf Begleitminerale, die oft zusammen mit Diamanten in Kimberliten vorkommen, wie Pyrop-Granat (rot), Chromdiopsid (grün), Ilmenit (schwarz) und Chromit (schwarz). Diese 'Indikatorminerale' können auf die Nähe einer Diamantlagerstätte hinweisen.
Professionelle Ausrüstung
Für die Diamantensuche sind oft spezielle Geräte wie Siebe, Schaufeln und manchmal auch Metalldetektoren (für Begleitminerale) erforderlich. In kommerziellen Minen werden komplexe Aufbereitungsanlagen eingesetzt.
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Wissenschaftliche Klassifikation
- Mineralklasse
- Elemente
- Gruppe
- Kohlenstoffgruppe
- Kristallsystem
- Kubisch (isometrisch)
- Chemische Formel
- C
- Zusammensetzung
- Reiner Kohlenstoff
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