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Karneol ist eine undurchsichtige bis durchscheinende Varietät von Chalcedon, einem mikrokristallinen Quarz. Seine Farbe variiert von hellorange über rot-orange bis hin zu tiefem Rotbraun. Die Farbe ist auf fein verteilte Eisenoxide zurückzuführen. Er besitzt einen wachsartigen bis glasartigen Glanz und eine muschelige Bruchfläche. Karneol ist bekannt für seine gleichmäßige Farbverteilung, obwohl manchmal auch leichte Bänderungen oder Wolkenbildungen auftreten können. Er ist relativ hart und widerstandsfähig gegen Verwitterung.
Wie man bestimmt
- Farbe
- Typischerweise orange, rot-orange bis rotbraun. Die Farbe ist oft gleichmäßig, kann aber auch leicht gebändert oder wolkig sein.
- Glanz
- Wachsartig bis glasartig.
- Textur
- Feinkörnig, dicht, oft glatt bei polierten Oberflächen.
- Kristallform
- Mikrokristallin, bildet keine makroskopisch sichtbaren Kristalle. Oft in knolligen, traubigen oder stalaktitischen Aggregaten, als Füllung von Hohlräumen oder als Gerölle.
- Spaltbarkeit
- Keine Spaltbarkeit, da mikrokristallin. Bruch ist muschelig.
- Geologisches Umfeld
- Findet sich in Hohlräumen von vulkanischen Gesteinen (z.B. Basalt, Andesit), in hydrothermalen Gängen, in Sedimentgesteinen und als Gerölle in alluvialen Ablagerungen.
Wichtige Fakten
- Härte: 6,5 - 7 (Mohs-Skala)
- Dichte (spezifisches Gewicht): 2,58 - 2,64 g/cm³
- Kristallsystem: Trigonal (mikrokristallin)
- Farbe: Orange, rot-orange, rotbraun
- Glanz: Wachsartig bis glasartig
- Transparenz: Durchscheinend bis undurchsichtig
- Bruch: Muschelig
- Spaltbarkeit: Keine
- Zusammensetzung: Siliziumdioxid (SiO₂), mit Eisenoxid-Einschlüssen
Schnellcheck
- Farbe: Orange, rot-orange bis rotbraun
- Glanz: Wachsartig bis glasartig
- Strichfarbe: Weiß
Physikalische Eigenschaften
- Kristallhabitus: Massiv, knollig, traubig, stalaktitisch, als Füllung von Hohlräumen; mikrokristallin, keine makroskopischen Kristalle.
- Spaltbarkeitstyp: Nicht vorhanden (keine Spaltbarkeit).
- Bruchart: Muschelig (konchoidal).
- Tenazität: Spröde.
- Glanzart: Wachsartig bis glasartig.
Entstehung
Karneol bildet sich typischerweise in Hohlräumen und Spalten von vulkanischen Gesteinen (z.B. Basalt, Andesit) oder Sedimentgesteinen (z.B. Sandstein, Konglomerat) durch die Ausfällung von kieselsäurereichen Lösungen bei niedrigen Temperaturen und Drücken. Die charakteristische rot-orange Farbe wird durch fein verteilte Eisenoxid-Einschlüsse (Hämatit oder Goethit) verursacht. Die Bildung erfolgt oft in hydrothermalen Gängen, Geoden oder als Füllung von Amygdalen. Auch in alluvialen Ablagerungen, wo er aus verwitterten Muttergesteinen freigesetzt und transportiert wurde, ist er häufig zu finden.
Verwendung
Karneol wird seit der Antike als Schmuckstein, für Siegel, Gemmen und Skulpturen verwendet. Seine Härte und die ansprechende Farbe machen ihn zu einem beliebten Material für Cabochons, Perlen und geschnitzte Objekte. In der modernen Industrie findet er keine signifikante Anwendung, ist aber weiterhin ein geschätzter Edelstein.
Altersverteilung
Karneol kann in Gesteinen unterschiedlichen Alters gefunden werden, von präkambrisch bis quartär, da seine Bildung an hydrothermale Prozesse und Verwitterung gebunden ist, die über geologische Zeiträume hinweg stattfinden.
Wo zu finden
Indien (Gujarat, Maharashtra)
Historisch bedeutende Fundorte, bekannt für hochwertige Karneole, oft in alluvialen Ablagerungen.
Brasilien (Rio Grande do Sul)
Wichtiger Produzent von Karneol, oft in Verbindung mit Amethyst- und Achatvorkommen in vulkanischen Gesteinen.
Uruguay
Ähnlich wie Brasilien, bedeutende Vorkommen in vulkanischen Gesteinen.
Madagaskar
Bekannt für qualitativ hochwertige Karneole.
USA (Oregon, Washington, Kalifornien)
Vorkommen in vulkanischen Gebieten und als Flusskiesel.
Deutschland (Idar-Oberstein Region)
Historisch wichtiges Zentrum der Edelsteinbearbeitung, mit lokalen Vorkommen in vulkanischen Gesteinen (Melaphyre).
Suchtipps
Suche in vulkanischen Gebieten
Karneol bildet sich oft in Blasenräumen (Amygdalen) von Basalten und anderen vulkanischen Gesteinen. Achten Sie auf Gesteine mit Hohlräumen.
Flussbetten und Kiesgruben
Da Karneol sehr widerstandsfähig ist, wird er oft aus seinem Muttergestein erodiert und in Flüssen und Kiesablagerungen als abgerundete Kiesel gefunden.
Achten Sie auf die Farbe
Suchen Sie nach Steinen mit einer charakteristischen orange-roten bis rotbraunen Farbe. Durchscheinende Exemplare sind besonders begehrt.
Glanz und Bruch
Achten Sie auf den wachsartigen Glanz und die muschelige Bruchfläche, die typisch für Chalcedon sind.
Härteprüfung
Karneol ist mit einer Mohshärte von 6,5-7 relativ hart und kann Glas ritzen. Dies hilft bei der Unterscheidung von weicheren Mineralien.
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Sarder
Chalcedon (Varietät Sarder)
Auch bekannt als: Sard
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Auch bekannt als: Jasper
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Auch bekannt als: Agate
Wissenschaftliche Klassifikation
- Mineralklasse
- Oxide (Tektosilikate, Quarzgruppe)
- Gruppe
- Quarzgruppe, Chalcedon-Varietät
- Kristallsystem
- Trigonal (mikrokristallin, Aggregate von Quarz-Mikrokristallen)
- Chemische Formel
- SiO₂
- Zusammensetzung
- Siliziumdioxid mit Spuren von Eisenoxiden (Fe₂O₃) als färbende Substanz.
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