Stein fotografiert? Bestimme Steine sofort mit der Rockby-App
App öffnenBeschreibung
Rhodonit ist ein Mangan-Silikatmineral der Pyroxenoid-Gruppe mit der chemischen Formel MnSiO3. Es ist bekannt für seine charakteristische rosa bis rote Farbe, oft mit schwarzen Dendriten oder Adern von Manganoxiden (z.B. Braunstein). Es kristallisiert im triklinen System und bildet typischerweise körnige, massige oder lamellare Aggregate, seltener gut ausgebildete Kristalle. Rhodonit ist ein relativ hartes Mineral mit einer Mohshärte von 5,5 bis 6,5 und einer guten Spaltbarkeit. Es ist ein wichtiger Indikator für manganreiche metamorphe Gesteine.
Wie man bestimmt
- Farbe
- Charakteristisch rosa bis rot, oft mit schwarzen Manganoxid-Adern oder Flecken. Kann auch bräunlich-rot sein.
- Glanz
- Glasglanz bis Perlmuttglanz.
- Textur
- Typischerweise massiv, körnig, lamellar oder blättrig. Gut ausgebildete Kristalle sind selten und meist tafel- oder säulenförmig.
- Kristallform
- Triklin. Kristalle sind meist kurzprismatisch, tafelartig oder blockig. Häufiger in massiven Aggregaten oder körnigen bis lamellaren Formen.
- Spaltbarkeit
- Perfekte Spaltbarkeit nach {110} und {1-10}, die sich fast rechtwinklig kreuzen (Winkel von ca. 88° und 92°).
- Geologisches Umfeld
- Metamorphe Manganerzlagerstätten, Skarne, hydrothermal veränderte Gesteine, insbesondere in Verbindung mit anderen Manganmineralen wie Rhodochrosit, Spessartin und Manganoxiden.
Wichtige Fakten
- Härte: 5,5 - 6,5 (Mohs-Skala)
- Dichte (spezifisches Gewicht): 3,4 - 3,7 g/cm³
- Kristallsystem: Triklin
- Farbe: Rosa, Rot, Rotbraun
- Glanz: Glasglanz, Perlmuttglanz auf Spaltflächen
- Transparenz: Durchscheinend bis undurchsichtig
- Bruch: Uneben, splittrig
- Spaltbarkeit: Perfekt nach {110} und {1-10}
- Zusammensetzung: Mangan-Silikat (MnSiO3)
Schnellcheck
- Farbe: Rosa bis Rot, oft mit schwarzen Manganoxid-Adern
- Glanz: Glasglanz bis Perlmuttglanz
- Strichfarbe: Weiß
Physikalische Eigenschaften
- Kristallhabitus: Massiv, körnig, lamellar, blättrig; selten gut ausgebildete, kurzprismatische oder tafelige Kristalle.
- Spaltbarkeitstyp: Perfekt in zwei Richtungen, die sich fast rechtwinklig schneiden (Winkel von ca. 88° und 92°).
- Bruchart: Uneben bis splittrig.
- Tenazität: Spröde.
- Glanzart: Glasglanz bis Perlmuttglanz.
Entstehung
Rhodonit bildet sich primär unter metamorphen Bedingungen, insbesondere in manganreichen Sedimenten, die regionaler Metamorphose unterzogen wurden. Es kann auch in hydrothermalen Adern und als Produkt von Metasomatose in Skarnen vorkommen. Die Bildung erfordert oft relativ hohe Drücke und Temperaturen, die zur Umwandlung von Manganoxiden oder -karbonaten in Silikate führen. Begleitminerale sind oft Rhodochrosit, Spessartin, Bustamit, Tephroit, Pyroxmangit und verschiedene Manganoxide.
Verwendung
Rhodonit wird hauptsächlich als Schmuckstein und Zierstein verwendet. Aufgrund seiner attraktiven rosa bis roten Farbe und der oft vorhandenen schwarzen Manganoxid-Adern ist er beliebt für Cabochons, Perlen, Skulpturen und Intarsien. Historisch wurde er auch für dekorative Objekte und in der Kunst verwendet. Industriell hat er keine signifikante Bedeutung.
Altersverteilung
Rhodonit ist in verschiedenen geologischen Epochen entstanden, typischerweise in metamorphen und metasomatischen Lagerstätten, die von präkambrischem bis zu tertiärem Alter reichen können.
Wo zu finden
Broken Hill, New South Wales, Australien
Eine der weltweit bekanntesten Fundstellen für qualitativ hochwertigen Rhodonit, oft in großen Massen und mit schönen Kristallen.
Franklin und Sterling Hill, New Jersey, USA
Bekannt für seine einzigartigen Mangan-Zink-Lagerstätten, wo Rhodonit in Verbindung mit anderen seltenen Mineralien vorkommt.
Ural-Gebirge, Russland
Historisch bedeutende Fundstellen, die große Mengen an Rhodonit für dekorative Zwecke lieferten, oft als 'Orletz' bekannt.
Schweden (z.B. Långban)
Wichtige Fundstellen für Manganerze, wo Rhodonit in metamorphen Gesteinen vorkommt.
Brasilien (Minas Gerais)
Produziert ebenfalls Rhodonit, oft in Schmucksteinqualität.
Japan (z.B. Honshu)
Fundstellen für Rhodonit in metamorphen Manganlagerstätten.
Suchtipps
Geologische Umgebung
Suchen Sie in Gebieten mit bekannten Manganerzlagerstätten, insbesondere in metamorphen Gesteinskomplexen oder Skarnen. Rhodonit ist oft mit anderen Manganmineralen vergesellschaftet.
Farbe und Textur
Achten Sie auf die charakteristische rosa bis rote Farbe und die oft vorhandenen schwarzen Manganoxid-Adern. Rhodonit kann massiv, körnig oder lamellar auftreten.
Härte und Spaltbarkeit
Testen Sie die Härte (5,5-6,5 auf der Mohs-Skala) und achten Sie auf die zwei fast rechtwinkligen Spaltbarkeiten, die bei Bruchflächen sichtbar sein können.
Begleitminerale
Rhodonit tritt häufig zusammen mit Rhodochrosit, Spessartin-Granat, Tephroit, Bustamit, Quarz und verschiedenen Manganoxiden auf.
Sicherheitshinweis
Beim Sammeln von Mineralien immer auf die Umgebung achten und geeignete Schutzausrüstung (Handschuhe, Schutzbrille) tragen. Obwohl Rhodonit selbst nicht als hochgiftig gilt, kann das Einatmen von feinem Staub beim Bearbeiten von manganhaltigen Mineralien gesundheitsschädlich sein. Bei der Bearbeitung sollte stets für gute Belüftung gesorgt und Staubmasken getragen werden.
Ähnliche Steine
Rhodochrosit
Rhodochrosit (MnCO3)
Auch bekannt als: Mangan-Spat
Thulit
Thulit (Ca2Al3(SiO4)3(OH))
Auch bekannt als: Rosa Zoisit
Pyroxmangit
Pyroxmangit ((Mn,Fe)SiO3)
Auch bekannt als: Mangan-Pyroxenoid
Wissenschaftliche Klassifikation
- Mineralklasse
- Silikate
- Gruppe
- Pyroxenoide
- Kristallsystem
- Triklin
- Chemische Formel
- MnSiO3
- Zusammensetzung
- Mangan(II)-Silikat
Rhodonit entdecken
Steine überall bestimmen
Kostenlos für iOS, Android und Web. Fotobestimmung, vollständige Datenbank und persönliche Sammlung.