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Wie man Rutilquarz bestimmt

SiO2 with TiO2 inclusions

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Um Rutilquarz (SiO2 with TiO2 inclusions) richtig zu bestimmen, überprüfe jedes dieser Merkmale der Reihe nach. Viele Steine und Mineralien sehen sich ähnlich, gleiche daher immer mehrere Eigenschaften ab, bevor du dich festlegst.

Bestimmung Schritt für Schritt

  1. 1

    Farbe

    Gesamtfarbe sowie etwaige Zonierung oder Bänderung

    Der Quarz ist typischerweise farblos und transparent. Die Rutilnadeln variieren in der Farbe von goldgelb, rotbraun, kupferfarben bis schwarz, seltener grünlich.

  2. 2

    Glanz

    Wie die Oberfläche Licht reflektiert: metallisch, glasartig, matt

    Der Quarz hat einen Glasglanz. Die Rutilnadeln zeigen einen metallischen bis diamantartigen Glanz.

  3. 3

    Textur

    Korngröße und Oberflächengefühl: grob, fein, glasig

    Glatt bis leicht uneben auf Bruchflächen des Quarzes. Die Rutilnadeln sind als feine, oft scharfe Einschlüsse sichtbar.

  4. 4

    Kristallform

    Form sichtbarer Kristalle oder Kristallflächen

    Quarz bildet typischerweise prismatische Kristalle mit hexagonalem Querschnitt und pyramidalen Endflächen. Die Rutilnadeln sind meist akzessorisch, nadelig bis haarfein, oft in parallelen oder zufälligen Anordnungen innerhalb des Quarzes.

  5. 5

    Spaltbarkeit

    Wie er bricht: ebene Spaltflächen oder unregelmäßiger Bruch

    Quarz hat keine ausgeprägte Spaltbarkeit, sondern zeigt muscheligen Bruch. Rutil hat eine gute Spaltbarkeit nach {110} und {100}, die jedoch in den feinen Einschlüssen im Quarz selten zu beobachten ist.

  6. 6

    Geologisches Umfeld

    Die Gesteinsformation und Umgebung, in der er vorkommt

    Hydrothermale Gänge, Pegmatite und alpine Klüfte. Rutilquarz bildet sich in Umgebungen, in denen sowohl Siliziumdioxid als auch Titandioxid in gelöster Form vorliegen und die Bedingungen für das Wachstum von Quarz und Rutil günstig sind. Oft assoziiert mit Graniten und metamorphen Gesteinen.

Wichtige Fakten

Härte
7 auf der Mohs-Skala (Quarz); Rutil hat eine Härte von 6-6,5, ist aber als Einschluss geschützt.
Dichte (spezifisches Gewicht)
2,65 g/cm³ (Quarz); die Rutil-Einschlüsse erhöhen die Dichte geringfügig, aber messbar (Rutil: 4,2-4,3 g/cm³).
Kristallsystem
Trigonal (Quarz); Tetragonal (Rutil)
Farbe
Farbloser Quarz mit goldgelben, rotbraunen, schwarzen oder seltener grünlichen Rutilnadeln
Glanz
Glasglanz (Quarz), metallisch bis diamantartig (Rutil)
Transparenz
Transparent bis transluzent
Bruch
Muschelig (Quarz)
Spaltbarkeit
Keine ausgeprägte Spaltbarkeit (Quarz); Rutil hat gute Spaltbarkeit, die aber in den Einschlüssen nicht sichtbar ist.
Zusammensetzung
Siliziumdioxid (SiO2) mit Titandioxid-Einschlüssen (TiO2)

Physikalische Eigenschaften

  • Kristallhabitus: Quarz: Prismatisch, oft mit hexagonalem Querschnitt und pyramidalen Endflächen. Rutil: Nadelig, haarfein, stäbchenförmig, oft in Bündeln oder zufällig im Quarz verteilt.
  • Spaltbarkeitstyp: Quarz: Keine Spaltbarkeit, muscheliger Bruch. Rutil: Gute Spaltbarkeit nach {110} und {100}, in Einschlüssen nicht relevant.
  • Bruchart: Muschelig (Quarz)
  • Tenazität: Spröde
  • Glanzart: Vitreous (Glasglanz) für Quarz; Sub-metallic bis Adamantine (diamantartig) für Rutil

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